Es gibt eine Frage, die überraschend schwer zu beantworten ist: Bist du gerade angespannt? Nicht gestresst im großen Sinn – einfach körperlich angespannt. Viele Frauen müssen erst nachschauen, um das zu beantworten. Und genau das ist der Punkt.
Anspannung fällt uns auf, wenn sie neu ist. Wenn sie dauerhaft da ist, wird sie zur Grundeinstellung – und verschwindet aus der Wahrnehmung. So wie man das Ticken einer Uhr irgendwann nicht mehr hört, hört man auch die eigene Anspannung irgendwann nicht mehr.
Wo sie sich gerne versteckt
Ein paar typische Orte, an denen sich Daueranspannung einnistet – vielleicht magst du beim Lesen kurz nachspüren:
- Die Schultern: Sind sie gerade unten – oder ein Stück Richtung Ohren unterwegs?
- Der Kiefer: Liegen die Zähne aufeinander? Die Zunge fest am Gaumen?
- Die Atmung: Kommt sie bis in den Bauch – oder bleibt sie oben in der Brust?
- Die Stirn: Ist da ein leichtes Zusammenziehen, ganz ohne Anlass?
- Die Hände: Halten sie etwas fest – auch wenn nichts darin liegt?
Wenn du eben etwas verändert hast – die Schultern sinken lassen, den Kiefer gelöst –, dann war da Anspannung, die du nicht bemerkt hattest. Willkommen im Club. Das geht sehr vielen so.
Wahrnehmen statt bewerten
Wichtig: Es geht hier nicht um Selbstdiagnose und nicht darum, ab sofort ständig verspannt zu sein, weil man ständig danach sucht. Es geht ums Bemerken. Wer die eigenen Anspannungsorte kennt, kann tagsüber immer mal kurz vorbeischauen – und öfter loslassen, statt festzuhalten.
Und wenn Loslassen allein schwerfällt
Manche Anspannung sitzt tiefer, als ein kurzer Check erreicht. Dann kann es guttun, den Körper eine Weile in andere Hände zu geben – im wörtlichen Sinn. Bei einer achtsamen Massage im Sinnesraum darf die Muskulatur in Ruhe weich werden, während du nichts weiter tust als da zu sein. Gerade für Nacken und Schultern gibt es mit dem Head & Neck Flow eine Anwendung, die genau diesen Bereichen Zeit widmet.